Kernlochbohrungen


Einführung

Eine Kernlochbohrung bezeichnet einen Materialdurchbruch mit glatter Wand. Diese Öffnung kann z.B. in Stein, Mauer oder Beton erstellt werden. Sogar hochpräzise Perforationsöffnungen sind per Kernlochbohrung möglich.

Für eine Kernlochbohrung nutzt man einen zylindrischen, innen hohlen Bohrer. Dieser ist zumeist mit Diamanten besetzt, um auch harte Materialien durchdringen zu können. Ein Bohrwerkzeug mit konischer Formgebung verhindert das Klemmen des Bohrkopfs.

Der Bohrer wird während des Arbeitsprozesses unter hohem Druck in das zu durchbohrende Material getrieben. Durch Kühlung der sich während des Arbeitsvorgangs erhitzenden Bohrkrone mit Wasser entsteht beim Bohren eine kreisförmige Öffnung. Innerhalb des hohlen Bohrers formiert sich ein zylindrisches Element. Es muss bei Abschluss der Bohrarbeiten herausgebrochen werden.

Man erkennt das Kernlochbohrverfahren daran, dass an der Basis der Bohrung ein Stumpf des Zapfens verbleibt. Die Kernlochbohrung erfolgt aufgrund der heutigen modernen Technik zwanzigmal schneller als ein Durchtrieb mittels Presslufthammer.

Einsatzfelder

Beispiele für eine Kernlochbohrung sind Öffnungen für Hausanschlüsse oder Quellsteine. Ausserdem nutzt man das Verfahren für Holzuntersuchungen bei Restaurationsvorhaben.

Vorteile

Kernlochbohrungen lassen sich genau erstellen. Das Verfahren ist vibrationsfrei und greift deswegen nicht die Statik eines Gebäudes an. Es führt nicht zu Kantausbrüchen, weshalb eine Ausbesserung verputzter Wände unnötig wird.

Kernlochbohrungen zeichnen sich durch Kostenersparnis bei Bauprozessen aus. Ein Beispiel sind Durchlässe zur Verlegung von Leitungen. Diese werden heutzutage meist nach Aushärtung des Betons mittels Kernlochbohrungen erzeugt und nicht mit einer kosten- und arbeitsintensiven Verschalung.

Eine Kernlochbohrung gilt als ein sauberes Verfahren mit geringem Anfall von Staub und Schmutz aufgrund der Absaugetechnik. Ein Plus stellt auch die geräuschminimierende Arbeitsweise bei Kernlochbohrungen dar.

Richtpreisliste in € pro cm Bohrtiefe und Bohrloch

 

bis Bohrdurchmesser in mm   z.B Mauerwerk/Kalksandstein   Beton unbewehrt

               Nassbohrung     Nassbohrung 





60 mm                       1,15 €           1,35 €
80 mm
                      1,25 €           1,45 €

100 mm                       1,40 €  
          1,60 €
130 mm                       1,60 €           1,80 €








Bei stark bewehrtem Beton wird ein Zuschlag in Höhe von 1,50€ je cm² erhoben.
Für die Berechnung einer Kernbohrung wird immer eine Mindestbohrtiefe von 12 cm angenommen.
Um die Bohrung durchführen zu können, benötigen wir auf der gewünschten Bohrseite einen ausreichenden freien Arbeitsbereich von mind. 1,50 m Abstand und bei Arbeiten ab 1,5m Höhe ein Gerüst welches gestellt werden muß.
Der Auftraggeber muss Garantieren, dass das zu bearbeitende Bauteil frei von Entsorgungsleitungen und Versorgungsleitungen ist (z.B Strom, Gas, Wasser und allen anderen Leitungen).

Zusatzkosten

Überkopfbohrung:  25,00 €
Pro Umsetzung der Bohreinheit: 15,00 €
Schrägbohrung pro Bohrung: 15,00 €
Wasserabsaugung – Ein restloses Absaugen ist nicht immer möglich: 10,00 €
Entsorgung pro Bohrkern bis 130 mm: 3,00 €
Ausfall oder Wartezeiten je Stunde: 40,00 €    
Anfahrtskosten bis 10 km: 15,00 € 

Anfahrtskosten je weiterem Kilometer: 0,70 €
Baustelleneinrichtung Pauschal: 75,00 €
Trockenbohrung – je nach Baustoffart    Zuschlag auf den Nassbohrpreis: 20 – 40 %


Oben genannte Preise sollen behilflich sein um einen ungefähren Kostenüberblick zu erhalten, bei der Ausführung einfacher Aufträge.

Anwendungsbereiche für Kernbohrungen

- Wand und Deckenöffnungen für Klimageräte
- Kamindurchführungen für Öfen und Kamine
- für Luftschächte
- für Gas, Wasser, Stromleitungen
- Küchenentlüftung (Dunstabzugshaube)
- für Sanitär, Heizung, Elektro


Gerne unterbreiten wir Ihnen, ein auf Sie zugeschnittenes Angebot!!
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